Ich bin Jenny, Sonderpädagogin und integrative Lerntherapeutin. Ich bin nicht besonders gut darin, an einem Plan festzuhalten, nur weil er auf Papier steht.
Das klingt schlimmer, als es ist. Improvisieren funktioniert nur, wenn man weiß, was man tut. Ich schaue zuerst genau hin, wo ein Kind steht und ab welchem Punkt es schwierig wird. Danach darf der Plan gern über den Haufen geworfen werden.

Wie ich arbeite
Zu Beginn möchte ich wissen, wie ein Kind liest, schreibt oder rechnet, welche Strategien es sich selbst gebaut hat und wo die nicht mehr tragen. Daraus ergibt sich, womit wir anfangen.
Und dann gilt: Wenn etwas nicht funktioniert, machen wir es anders. Mit einem anderen Material, einem Spiel, Bewegung, einer Zeichnung oder etwas, das mir in dem Moment einfällt. Dafür habe ich einen ordentlichen Fundus an Dingen, die sich wunderbar zweckentfremden lassen.
Mich interessiert nicht zuerst, was ein Kind noch nicht kann. Ich möchte wissen, was schon da ist und welche Ideen hinter seinen eigenen Lösungen stecken. Wer schon oft erlebt hat, was er nicht kann, soll wieder merken, was er kann.
Wie ich dahin gekommen bin
Zum Sonderpädagogik-Studium in Kiel gehörte eine berühmt-berüchtigte Klausur zum Thema LRS und ein Ansatz mit viel Praxisbezug. Parallel habe ich beim Studienkreis Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten gefördert. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los.
Danach kamen Schule, Leseförderung bei der VHS und die Ausbildung zur integrativen Lerntherapeutin in Hamburg. Seit 2018 arbeite ich selbstständig, zuerst mit eigener Praxis in Schleswig-Holstein, heute mit Mispelskov Undervisning in Tinglev.
Das steckt fachlich dahinter:
- Sonderpädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Förderschwerpunkte Lernen und Geistige Entwicklung, 1. Staatsexamen
- Integrative Lerntherapeutin FiL, Ausbildung beim KREISEL e. V. in Hamburg, FiL-/BVL-anerkannt
- Seit 2018 selbstständig, Schwerpunkt LRS/Legasthenie und Dyskalkulie, mit Kindern und Jugendlichen
- Weiterbildung Deutsch Lehren Lernen (DLL) beim Goethe-Institut
- Studium des Unterrichtsfachs Dänisch für die Klassen 1–6 an der UC Syd
Eltern gehören dazu
Lerntherapie findet mit dem Kind statt, aber Lernschwierigkeiten bleiben selten an der Tür zum Kinderzimmer. Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Gespräche mit der Schule, die Sorge, wie es weitergeht: All das betrifft auch Dich.
Du hast vermutlich schon vieles versucht. Mir geht es nicht darum, was bisher nicht geklappt hat, sondern darum, was jetzt sinnvoll ist. Du kennst Dein Kind länger und anders als ich, ich bringe meinen fachlichen Blick mit. Wenn es hilft und Du das möchtest, beziehe ich auch die Schule oder andere Fachpersonen mit ein.
Und dann kam Dänisch
Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, Dänisch zu lernen. Eigentlich wollte ich nur vernünftig Dänisch können. Inzwischen habe ich die Studieprøven bestanden und studiere Dänisch als Unterrichtsfach. Das ist möglicherweise etwas eskaliert. 😅
Für meine Arbeit passt das gut. Ich lebe und arbeite in Nordschleswig, wo viele Kinder mit Deutsch und Dänisch aufwachsen, manchmal mit weiteren Sprachen. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, sich in einer Sprache klug zu fühlen und fünf Minuten später an einem völlig banalen Wort zu scheitern.
Bei mehrsprachigen Kindern schaue ich deshalb genau hin: Welche Schwierigkeiten gehören zum Erwerb mehrerer Sprachen? Wo gibt es Hinweise auf eine Lese-Rechtschreib-Schwäche? Und welche welche sprachlichen Erfahrungen bringt das Kind mit, auf denen wir aufbauen können?
Mehr über Lernschwierigkeiten bei mehrsprachigen Kindern
Wenn Du Dir unsicher bist
Du musst nicht wissen, ob es LRS oder Dyskalkulie ist, und Du musst Dich nicht vorher entscheiden. Wenn Du herausfinden möchtest, ob ich die richtige Lerntherapeutin für Dich und Dein Kind bin, lernen wir uns in einem kostenlosen ersten Gespräch kennen. Danach darfst Du auch einfach Nein sagen.
